Putlitz 2008
Sömmerda 2014

 

Fränkischer Kurzgeschichtenpreis 2017

 

Auszeichnungen

bei folgenden literarischen Wettbewerben:


2000 „Der schönste und spannendste Bahn- & Bike-Reisebericht”


2008 Putlitzer-Preis

2009 Stadtinszenierung Esslingen

2011 Bücher-Wiki

2012 ALFA-Multimedia-Preis

2013 Autorenpodium Sömmerda

2014 Gedicht des Monats März des Literarischen Arbeitskreises Dorsten


2014 Autorenpodium Sömmerda

2015 Autorenpodium Sömmerda

2015 Ralf-Bender-Krimi-Preis


2016 Dichterwettstreit „Worte bauen Brücken" der Villa Katharina und des literarischen Salons Bingen


2017 Autorenpodium Sömmerda


2017 Fränkischer Kurzgeschichtenpreis


2017 Ralf-Bender-Krimi-Preis


 Augustinergässchen


















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Regen, eiskalt


Sie drückte die Zigarette aus, atmete tief durch und ging durch die Terrassentür in die Wohnung zurück. In der Küche öffnete sie den Gefrierschrank, entnahm dem untersten Fach einen rechteckigen Kunststoffbehälter und verstaute ihn in einer jener Isoliertaschen, wie man sie üblicherweise für den Transport von Fertigpizzen und tiefgekühltem Spinat verwendet. Die Tasche packte sie in einen Stoffbeutel mit einem Werbeaufdruck für ein Sonnenschutzmittel und verließ mit ihr das Haus durch den Nebeneingang.

 

Draußen stopfte sie ihre kühle Fracht in die linke der beiden Satteltaschen ihres bereitstehenden Fahrrades. Dann ließ sie den Dynamo gegen den Vorderreifen schnippen und fuhr los. Die schmale Straße, in der sie wohnte, war menschenleer und auch auf ihrem weiteren Weg begegneten ihr nur ganze zwei Autos, deren Insassen sich später nicht einmal mehr daran erinnern würden, überhaupt eine Radfahrerin gesehen zu haben.

 

Sie radelte zügig durch Sankt Johann, bog nach links ab über die Brücke, fuhr ein kurzes Stück auf dem schmalen Weg flussaufwärts und dann quer über die Bundesstraße. Drei-, vierhundert Meter musste sie sich den Berg hinaufquälen, dann erreichte sie die Schienen der Waldbahn. Dort war es, wo sie ihren Drahtesel zurückließ und nahezu unsichtbar zwischen den Bäumen abstellte. Der einen Satteltasche entnahm sie den Sonnenschutzbeutel samt Inhalt, der anderen einen Feldstecher. Es handelte sich um ein teures und schweres Nachtglas, dessen Dämmerungszahl mit einem Wert von neunundvierzig außergewöhnlich hoch war. Ihr Vater hatte es ihr geschenkt. Für die Jagd, wohlwissend, dass sie nichts so sehr verabscheute, wie das Töten von unschuldigen Tieren. Sie hängte es sich um den Hals und lief mit der Tasche in der Hand auf den Gleisen in südwestlicher Richtung. Vor einem herannahenden Triebwagen brauchte sie keine Angst zu haben, denn der letzte reguläre Zug war schon vorüber und der Nachtschwärmer von Plattling nach Zwiesel würde erst kurz nach halb zwei hier vorbeikommen.

 

Am Viadukt angelangt, kletterte sie hinunter auf den schmalen Steig neben der stählernen Fachwerkkonstruktion, der direkt über den Granitpfeilern verlief und für Wartungsarbeiten benutzt wurde. Auf ihm balancierte sie vorwärts, bis sie genau über der Landstraße angelangt war. Dabei vermied sie es tunlichst, nach unten zu schauen, in dieses gespenstische Dämmerlicht hinein, das der volle Mond abstrahlte und das die Entfernung bis zum Erdboden optisch noch einmal verdoppelte.

 

Ihre Uhr zeigte zwanzig Minuten nach Mitternacht, also blieb ihr voraussichtlich noch eine viertel bis halbe Stunde Zeit. Sie holte ein Päckchen Lucky Strike aus der Jacke und zündete sich eine Zigarette an. Außerdem zauberte sie einen kleinen verschließbaren Papp-Aschenbecher mit Aluminium-Beschichtung aus der Tasche, um die anfallende Asche und den übrigbleibenden Filter gewissenhaft zu entsorgen. Gierig sog sie den Rauch ein und genoss das Nikotin, das Sekunden später durch ihre Adern zu pulsieren begann. Sofort wurde sie etwas ruhiger und sah den kommenden Ereignissen voller Optimismus entgegen.

 

Trotz der Anspannung, die auf ihr lastete, musste sie grinsen, als sie an die Rahmenbedingungen ihrer nächtlichen Mission dachte. „Todesursache: Pünktlichkeit“ würde der Arzt auf den Totenschein schreiben können, das wäre doch mal ganz was anderes als Herzinfarkt, Lungenembolie oder Schädelfraktur!

 

Seine Pünktlichkeit war das Einzige, was sie ihm zugutehalten mochte. Sein Flieger war planmäßig gelandet, wie ein kurzer Anruf beim Flughafen in München ergeben hatte. Die Gepäckausgabe als Unsicherheitsfaktor fiel aus, da er mit absoluter Gewissheit nur einen Aktenkoffer dabeihatte, den er als Handgepäck mit sich führte. Zehn Minuten bis zum Parkhaus und dann die Fahrt hierher, die zu dieser späten Stunde keinerlei Risiko für Verzögerungen in sich barg. Plus minus fünf Minuten musste sie als mögliche Abweichung einkalkulieren, allerhöchstens zehn Minuten.

 

Außerdem hatte der Alte zum Glück ein kindisches Vergnügen an technischem Spielzeug aller Art und schaltete sein GPS nicht einmal auf jenen Strecken aus, die er eigentlich im Schlaf kennen musste. So zog sie ihr Smartphone aus der Tasche, tippte rasch eine Tastenkombination ein und schon erschien dieser kleine Punkt auf dem Bildschirm. Er befand sich südwestlich von Deggendorf und schien dort stillzustehen. Doch als sie sich näher heranzoomte, fing er an sich zu bewegen, glitt auf dem roten Band der Autobahn langsam vorwärts, schob sich in die Stadt hinein – und war verschwunden.

 

Sie spürte, wie ihr heiß wurde, wie ihr ganzer Plan mit einem Mal zusammenbrach. Dann fiel es ihr ein und zugleich ein Stein vom Herzen: Der Tunnel in Deggendorf! Er hatte den Kontakt zwischen seinem Navi und dem Satelliten einfach unterbrochen. Und tatsächlich erschien das Pünktchen nach nicht einmal einer Minute wieder auf ihrem Touchscreen.

 

Mietraching, Zwieslerbruck, der Maxfelsen …

 

Ihre zunehmende Nervosität fraß sie fast auf. Aber zu rauchen getraute sie sich jetzt nicht mehr, denn sie musste beide Hände frei haben, wenn es so weit war.

 

… die Hackermühle und Oberglasschleife …

 

Unwillkürlich musste sie kichern, als ihr klar wurde, auf welcher Route er sich bewegte. Immer stur an jenem Bächlein entlang, dem der weise Volksmund den Namen Höllbach gegeben hatte.

 

… Irlmoos, Rusel, Ritzmaisersäg …

 

Ein Geräusch ließ sie hochschrecken. Ein Motorrad kam von Norden her und donnerte fast fünfzig Meter unter ihr durch die nächtliche Stille. Mit aufgedrehtem Gashebel und grotesk überhöhter Geschwindigkeit, wobei der völlige Mangel an sonstigen Geräuschen den Motorenlärm noch lauter erscheinen ließ als am Tage. Für einen Moment lang fühlte sie sich in die Szenerie eines Schwarz-Weiß-Films versetzt und hoffte in einem weiteren Anfall grimmigen Humors, dass dieser sich nicht in einen film noir verwandeln würde.

 

… Ritzmais, der Steinbruch am Ochsenberg, endlich Reinhartsmais!

 

Die Handgriffe, die nun folgten, war sie in Gedanken schon so oft durchgegangen, dass sie quasi von selbst abliefen. Sie bestimmte, was geschehen sollte, und kam sich dabei im Grunde genommen doch nur wie ein unbeteiligter Zuschauer vor, wie ein winziges Rädchen im kosmischen Getriebe. Beinahe ungläubig beobachtete sie sich selbst, wie sie die Isoliertasche öffnete, den Deckel der Dose entfernte und den massiven Eisklotz, der sich in ihrem Inneren befand, vorsichtig auf den Boden stürzte. Dann nahm sie ihn mit beiden Händen auf und stützte ihn behutsam auf dem Brückengeländer ab. Das Eis war an seinen Außenflächen ganz leicht angetaut und schimmerte im Mondlicht glatt und glänzend wie ein riesiger Edelstein.

 

Sekunden später tauchte in der Ferne jener Wagen auf, den sie herbeigesehnt und den ihr Smartphone ihr angekündigt hatte. Sein vertrauter Anblick beschleunigte ihre Herzfrequenz auf mindestens einhundertvierzig Schläge pro Minute. Schnell vergewisserte sie sich noch einmal mit einem kurzen Blick durch den Feldstecher, um jeglichen Zweifel über das Zielobjekt auszuräumen.

 

Der Mercedes war ganz allein auf der Straße und näherte sich zügig. Sie wartete, bis die silbergraue Limousine kurz vor der Brücke war, dann packte sie den Klumpen und warf ihn mit voller Wucht nach unten. Es war ein Vabanquespiel, bei dem eine Zehntelsekunde über Erfolg oder Misserfolg entschied. Andererseits war der Einsatz gleich Null und sie würde es bei Bedarf beliebig oft wiederholen können. Doch sie brauchte keine Wiederholung. Sie hörte das Splittern von Glas, das Quietschen der Bremsen und schließlich einen gewaltigen Aufprall. Danach herrschte gespenstische Ruhe, absolutes Schweigen. Hastig ging sie bis zum Pfeiler, der es ihr ermöglichte, auf die Nordseite der Brücke zu gelangen. Luftlinie keine dreißig Meter von ihr entfernt klebte das Wrack an der Leitplanke, wobei ein Scheinwerfer schräg nach oben leuchtete und sie auf groteske Art an den ausgekugelten Arm einer Leiche erinnerte. Leider fing die Kiste kein Feuer, wie es in einem Fernsehkrimi sicherlich der Fall gewesen wäre. Aber im Innenraum schien sich kein Leben mehr zu rühren und das war das Einzige, worauf es ihr ankam.


Sie fühlte sich unglaublich leicht und zufrieden und feierte ihren Triumph mit einer einsamen nächtlichen Kippe. Das Eis hatte sich beim Aufprall ebenso zerteilt wie das Sicherheitsglas der Frontscheibe und bis die Polizei eintraf, wären von ihm höchstens noch ein paar Wassertropfen übriggeblieben. Sie fragte sich, warum noch nie jemand vor ihr auf diese geniale Idee gekommen war. Eine Mordwaffe, die sich von selbst auflöste, und Fingerabdrücke, die in der warmen Sommernacht ganz einfach verdunsteten. Als Tatwerkzeug würden sie möglicherweise einen harten Gegenstand ermitteln, doch bis dahin wäre der harte Gegenstand schon längst Tröpfchen für Tröpfchen der Schlossauer Ohe entgegengesickert und auf Nimmerwiedersehen in Richtung Schwarzes Meer verschwunden.


Sorgfältig verstaute sie die Reste ihres Glimmstängels und genauso sorgfältig reinigte sie die Speicher ihres Telefons von allen verdächtigen Spuren, ehe sie zurückging.

 

Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, warf sie automatisch einen Blick auf ihre Armbanduhr. Nein, sie wollte einen Blick auf ihre Armbanduhr werfen und was sie sah, ließ sie beinahe zu einer Salzsäule erstarren – wie einst im Alten Testament Lots Weib vor dem Bild des brennenden Sodom. Ihr Handgelenk war leer, die Uhr verschwunden!

 

Mit Mühe konnte sie ihren aufsteigenden Brechreiz unterdrücken, aber sie zitterte so sehr, dass sie sich für einen Augenblick festhalten musste, und der Schweiß lief ihr trotz der angenehm temperierten Nachtluft in kleinen Rinnsalen den Rücken hinunter. Fieberhaft suchte sie im funzligen Licht ihres Handy-Displays die ganze Brücke ab und verfluchte sich dafür, dass sie keine Taschenlampe mitgenommen hatte. Nichts, keine Spur ließ sich von dem verdammten Ding entdecken. Wahrscheinlich war das Armband aufgesprungen, als sie den Eisblock über die Brüstung geworfen hatte, und die teure Cartier lag jetzt irgendwo dort unten.

 

Sie setzte sich hin und überdachte ihre Lage, die sich mit einem Mal so bedrohlich zugespitzt hatte. Wenn die Bullen ihre Uhr am Tatort fänden, wäre sie geliefert. Ihr ganzer Plan bräche wie ein Kartenhaus zusammen und sie würde lebenslänglich in den Knast wandern. Die Versicherung würde keinen Pfennig zahlen und den Traum von einer eigenen Firma könnte sie sowieso in den Wind schreiben.

 

Sie musste hinunter und sie finden. Mit behutsamen Bewegungen und jede Deckung nutzend kletterte sie die Böschung hinab. Als sie unten angekommen war, hörte sie ein Auto kommen und duckte sich schnell hinter die Büsche. Der Wagen fuhr vorbei, wurde aber deutlich langsamer. Dann wendete er, kam zurück und hielt an.

 

Ein junges Pärchen stieg aus, ging zu dem Wrack, dessen Lichter noch immer brannten, und sah hinein. Die beiden redeten aufgeregt miteinander und trauten sich offensichtlich nicht, die Trümmer anzurühren, geschweige denn die menschlichen Überreste, die sich darin befanden. Stattdessen telefonierten sie mit dem Handy und kurz darauf erklang in der Ferne ein Martinshorn. Es wurde rasend schnell lauter und verstummte abrupt, als der dazugehörige Streifenwagen auf dem Bankett zum Stehen kam. Dafür drang jetzt Stimmengewirr zu ihr herüber, begleitet vom gleichmäßigen Blinken des Blaulichts.

 

Wenig später traf auch die Feuerwehr ein und überzog die Unfallstelle mit dem gleißenden Licht ihrer Halogenscheinwerfer. Sie selbst war zwischenzeitlich wieder nach oben gekrochen und suchte mit dem Fernglas die Straße unter sich ab, wobei sie bäuchlings auf der Brücke lag. Gerade, als sie ihre verlorene Uhr etwas abseits auf dem Asphalt entdeckt hatte, trat ein Polizist in einer schlecht sitzenden Uniform an das Fundstück heran, bückte sich und besah seine Entdeckung. Er markierte die Lage mit Kreide, machte ein paar Photos und verstaute – nachdem er sich sorgsam ein paar Gummihandschuhe übergestreift hatte – das Chronometer in einer durchsichtigen Plastiktüte.

 

Es kam ihr vor, als würde ihr eigenes Todesurteil verlesen, als würde ihr der Henker das goldene Armband wie einen Strick um den Hals legen und ganz langsam zuziehen. Der Hauptwachtmeister mit dem Bierbauch machte sich ein paar Notizen und wechselte einige Worte mit seinen Kollegen. Vermutlich ahnte der Trottel nicht einmal, dass er sein einfältiges Gesicht in diesem Moment dem Sensenmann mit der schwarzen Kutte leihen musste.

 

Während zwei Sanitäter die blutige Leiche aus der Fahrertür herauszogen, wurde ihr mit einem Mal schmerzlich bewusst, dass der Tod längst nicht das Schlimmste war, was sie erwarten konnte. Ihre Karriere bei der Justiz war definitiv zu Ende und selbst wenn sie nach fünfzehn Jahren entlassen werden sollte, bekäme sie mit dieser Vorgeschichte nicht einmal mehr eine Zulassung als Scheidungsanwältin. Ihr ganzes bisheriges Leben zerfiel zu einem Scherbenhaufen; ihr Studium und ihre Promotion schrumpften zu bedeutungslosen Fußnoten zusammen. Und ihr Gatte, dieses selbstgefällige Arschloch, würde sie – dessen war sie sich sicher – nicht ein einziges Mal im Zuchthaus besuchen. Wenigstens wäre er ohne ihr Erbe arm wie eine Kirchenmaus. Und als Ehepartner – vielleicht sogar Komplize? – einer überführten Mörderin würde er seinen falschen Charme ziemlich bemühen müssen, um überhaupt jemals wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Doch dieser tröstliche Gedanke änderte nichts an der Tatsache, dass alles aus war. Für sie selbst und für immer.

 

Zuhause angekommen trug sie das Fahrrad in den Keller und schloss die Tür hinter sich zu. In der Küche ließ sie sich schwerfällig auf einen Stuhl sinken und nestelte die letzte Lucky Strike aus der zerknautschten Packung.

 

* * *

 

Bei einem tragischen Verkehrsunfall verstarb in der Nacht zum Mittwoch der international erfolgreiche Unternehmer Herbert Graulich. Sein Wagen kam auf der Staatsstraße 2135 aus Deggendorf kommend unmittelbar hinter dem Regener Eisenbahnviadukt nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Als Unfallursache wird menschliches Versagen angenommen, da sowohl ein technischer Defekt als auch ein Drittverschulden ausgeschlossen werden können. Die Polizei geht davon aus, dass der Manager dem berüchtigten Sekundenschlaf zum Opfer gefallen ist. Er war erst gegen elf Uhr abends mit dem Flugzeug in München gelandet und nach den bisherigen Ermittlungen seit fünf Uhr morgens ohne Pause auf den Beinen. Der Aufprall war so heftig, dass die Armbanduhr von Graulich, ein goldenes Unisex-Modell der Marke Cartier, aus dem Auto hinausgeschleudert und fast dreißig Meter von ihm entfernt auf der anderen Straßenseite gefunden wurde.

 

Indirekt forderte das entsetzliche Ereignis noch ein zweites Todesopfer. Dr. Sandra Graulich, die Tochter des Unfallfahrers, hatte die schreckliche Nachricht offenbar nicht verkraftet und erhängte sich in den frühen Morgenstunden im Keller ihres Hauses an einem Heizungsrohr. Dr. Graulich war als Referendarin am Amtsgericht Deggendorf tätig und hatte sich dabei insbesondere der Bekämpfung familiärer Gewalt verschrieben. Unklar ist bislang noch, wie die junge Frau bereits vor dem Eintreffen der Polizei von dem Unglück erfahren konnte. Ihr Ehemann zeigte sich gegenüber der Presse äußerst gefasst und bezeichnete es als seine wichtigste Aufgabe, nunmehr das Lebenswerk seines Schwiegervaters in dessen Sinne weiterzuführen und die mehr als siebzig Arbeitsplätze in den verschiedenen Betriebszweigen dauerhaft zu erhalten.

 

Ein Interview mit ihm und einen Nachruf auf Herbert Graulich finden sie in unserem Wirtschaftsteil.

 

Esslingen 2009